3 Phasen der Therapie

Meine therapeutisches Vorgehen bei einem Burnout Syndrom besteht aus 3 Phasen:

1. Regeneration - erstmal wieder zu Kräften kommen!

Ist ein Burnout erkannt, ist der erste Schritt zur Heilung die Regeneration von Kraft und Energie. Nach dem „ICH KANN NICHT MEHR“ folgt das „WAS BRAUCHE ICH JETZT?“

Zu dieser Therapiephase gehören folgende Inhalte:
 

  • Akzeptanz der Situation

  • Entspannung, Meditation, Sport

  • Erlaubnis, dass es so ist wie es ist, Krank sein dürfen

  • Schlechtes Gewissen abbauen

  • Selbstfürsorge lernen

  • Verkörpern: fühlen statt funktionieren

  • Energiebilanz stärken

  • Mut zur Muße



2. Reflexion - wie konnte das passieren?

Nun wird es wichtig zu verstehen, wie der Burnout überhaupt entstehen konnte.
„GEDANKEN SIND HARMLOS, ES SEI DENN WIR GLAUBEN SIE“
(K. Byron)


Die Art des Denkens und Bewertens spielt bei der Entstehung dieser massiven Erschöpfung eine große Rolle, denn es steuert die Verhaltensweisen.

Von daher sollen im zweiten Therapieabschnitt ein Verständnis der Entstehungsbedingungen und erste Lösungsansätze erarbeitet werden:
 

  • Erkennen und Hinterfragen alter Glaubenssätze, gedanklicher Strukturen und Gewohnheiten

  • Werte, Ideale, Ansprüche und Erwartungen kritisch betrachten

  • Die eigene Komfortzone erkennen und den Mut finden diese zu überschreiten

  • Wertschätzung für die eigene Person und das Tun aufbauen

  • Ressourcen erkennen und nutzen

  • Bewusst-Sein entwickeln: Ich brenne - für mich!



3. Neuorientierung - wie geht es jetzt weiter?

Wir brauchen nicht immer die ganze Landkarte um los zu marschieren!
Es reicht oft, erst einmal in Bewegung zu kommen und zu ahnen, in welche Richtung der gesunde Weg führen könnte. Vieles entwickelt und klärt sich beim Tun.

Der berufliche Wiedereinstieg rückt in der letzten Phase der Therapie in den Vordergrund. Die Umsetzung des bisher Besprochenen in den Berufsalltag ist ein großer und wichtiger Schritt, jetzt geht es darum die erarbeiteten Veränderungen zu leben:
JEDER WEG BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT
 

  • Die 3 L: Leichtigkeit, Lebensfreude, Lebendigkeit

  • Grenzen ziehen, Selbstschutz praktizieren

  • Gleichmut trotz beruflicher Herausforderungen

  • Selbstverantwortung übernehmen

  • Visionen leben

  • Singletasking statt Multitasking

  • Dankbarkeit - Nichts ist selbstverständlich

  • Muße neu entdecken

  • Respektvolles Handeln

  • De-Identifikation: ich bin mehr als meine Arbeit

  • Impulsdistanz, nicht auf jeden Bus aufspringen

  • Wertschätzende Kommunikation

  • Authentizität und Autonomie im Denken und Handeln: ICH BIN ICH (und das ist gut so!)

 


Die zeitliche Dauer und die inhaltliche Gewichtung der einzelnen Themen sind individuell sehr verschieden.
Meist wird sehr schnell klar, welche Ansatzpunkte im Einzelfall bedeutsam sind.